Ursprung von Achtsamkeit 


  • Achtsamkeit  kommt ursprünglich aus dem Buddhismus und hat eine sehr lange Tradition. Auf Pali - der damaligen Schriftsprache der Gelehrten - heisst sie "SATI". Der Buddha lehrte sie bereits vor 2.600 Jahren und bezieht sich in unzähligen Stellen der Schriften (Sutren) auf Achtsamkeit (SATI).
  • Eine besondere Bedeutung kommt hier dem Satipatthana Sutra zu, den Unterweisungen zum vierfachen Kultivieren von Achtsamkeit. 
  • Die "vier Grundlagen der Achtsamkeit" sind nach dem Satipatthana Sutra: die Achtsamkeit auf den Körper  / die Achtsamkeit auf die Gefühle / Empfindungen (Bewertung als positiv, negativ oder neutral) / die Achtsamkeit auf den Geist (dessen aktueller Zustand bzw. Veränderungen des Zustands, z. B. abgelenkt, konzentriert, verwirrt) / die Achtsamkeit auf die Geistesobjekte (d.h. alle äußeren und inneren Objekte / Dinge / Gedanken, die im Moment wahrgenommen werden). 
  • Erste wissenschaftliche Studien zum Einsatz von Achtsamkeitsmeditation im Bereich der Psychotherapie wurden ab den späten 1970er Jahren durchgeführt. Einen entscheidenden Einfluss hatte hierbei die Arbeit von Jon Kabat-Zinn, der Achtsamkeitstechniken (inzwischen bekannt als "Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion" oder MBSR) bei Patienten mit chronischen Schmerzen einsetzte. 
  • Seitdem nahm das Forschungsinteresse an dem Thema stetig zu. Inzwischen wird das Prinzip der Achtsamkeit im Rahmen der Therapie oder Prävention einer Vielzahl verschiedener psychischer und körperlicher Störungen bzw. Probleme eingesetzt, nicht zuletzt auch um dem immer weiter verbreiteten Stress in Berufs- und Arbeitswelt (Stichwort "Burn-Out") entgegen zu wirken (Stichwort "Resilienz").