Wirkung von Achtsamkeit


Achtsamkeit bedeutet im Hier und Jetzt zu sein und zwar nicht nur körperlich, sondern auch mental. In der Regel sind wir Menschen mit unseren Gedanken jedoch in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Dieses Denken ist meist von der Hoffnung begleitet, dass sich irgendwann ein zufriedener Zustand einstellen wird. Diplompsychologe und Meditationsforscher Ulrich Ott von der Universität Gießen beschreibt die positive Wirkung von Achtsamkeit mit folgendem Bild: "Ich gehe beim Meditieren auf einen Berg und schaue hinunter ins Tal. Das heißt, ich bin nun in einer Position, die ein bisschen dem Alltagsgeschäft enthoben ist und kann auf das Ganze herunterschauen. Dadurch sind wir nicht mehr völlig mit den eigenen Gefühlen und Gedanken identifiziert". Die Wirkung von Achtsamkeit entfaltet sich in seiner ganzen Fülle, wenn wir neben dem im Hier und Jetzt sein, den zweiten Aspekt von Achtsamkeit hinzu ziehen. Wir neigen dazu, alles permanent zu bewerten. Achtsam sein bedeutet, diese Bewertung sein zu lassen und sich auf das zu konzentrieren, was gerade außerhalb der Gedanken und Gefühle ist, z.B. der Atem. Gelingt es uns durch eine regelmäßige Achtsamkeitspraxis (u.a. Meditation) immer mehr Präsenz und Bewusstheit in unser Leben einzuladen, entsteht wie von alleine ein Raum für mehr Zufriedenheit, Lebensfreude und weniger Stress.